Louis-Ferdinand CELINE organisiert die Wiederveröffentlichung von Journey to the End of the Night.

„Er wird ‚The Journey‘ demnächst in Brüssel veröffentlichen. Das ist alles. Dann werden wir die Reaktionen sehen.“

Verkauft

Louis-Ferdinand Céline (1894.1961)

Eigenhändiger Brief an Jean-Gabriel Daragnès.

Fünf Folioseiten. (Korsør). 1. Mai (1949)

Leichte Einrisse in der Mitte an den Faltstellen der Seiten.

Unveröffentlichter Brief an die Correspondence de la Pléiade.

 

„Wir sind sozusagen schon praktisch tot, weil wir nie, nie, nie gelacht haben.“

Ein langer und detaillierter Brief von Céline über die Interventionen des schwedischen Konsuls Raoul Nordling in Paris und die Neuauflage von * Voyage au bout de la nuit* durch den Verleger Ch. Frémanger. Céline erwähnt darin Albert Camus, dessen Unterstützung er gesucht hatte.

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„Mein lieber alter Freund, ich beeile mich, deinen Brief Punkt für Punkt wie Wilson zu beantworten, um Missverständnisse zu vermeiden. 1. Ich schrieb dir aus Fès… 2. Nordling treibt sein Unwesen. Er bat mich, eine kleine Gruppe von Freunden zusammenzustellen usw. Ich war nicht gerade begeistert von der Idee… Ich fügte mich… Ich hatte eigentlich abgelehnt… Nun ja, ich hätte ihm ja gleich eine ganze Menge schicken können… Ich schickte ihm Marie Bell – kaum eine Mitarbeiterin! Camus und Dr. Odette Poulain , 1 rue de Bellechasse – eine hochrangige Vertreterin. Nicht ich habe Mist gebaut, sondern er . Wir machen es wie er mit Schumann. Das Ganze wirkt ziemlich widerlich, undurchsichtig. Die Leute sind hierhergekommen, um sich diese Kuriosität anzusehen. Das ist schön. Aber ich glaube, das ist alles […] wir schweigen weiterhin. Vor allem können wir nicht nichts tun. Nordling wollte sich mit Coccinelle an der Côte d’Azur vergnügen.“ Er war genervt, dass sie nach ihm fragten. […] Mik fährt auch nach Paris. Er hat dort nichts zu tun und will auch nichts tun. Er langweilt sich zu Tode. Typisch englische Melancholie und Geiz. Ein sehr gütiger Mensch, aber so ist er eben. Also erzählt ihm bloß nichts von den Neuauflagen. […]

Keine Neuigkeiten von Joulon – der muss wohl irgendwo im Nirgendwo sein – oder in der Savanne […] Ich habe mich offiziell , aber da ich keinen Pass , ist das alles umsonst, bis ich den endgültigen Einspruch bekomme. Dann werde ich Himmel und Erde danken. Aber was soll ich bloß mit meiner jetzigen, verworrenen Lage anfangen? Alles ist erledigt (…) Hast du von Frémanger gehört? Er kommt Ende Mai zu dir. So ist es abgemacht. […] Er wird * Voyage* demnächst in Brüssel veröffentlichen. Das ist alles. Mal sehen, wie die Reaktionen dann sind. Segelboote und so weiter… […] Wenn du wieder in den Norden fährst, vergiss uns nicht! Wir würden uns riesig freuen, dich zu sehen und dich zu umarmen. Wir sind so froh, dass wir nie wieder lachen können .

 

 

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