Jane Poupelet wendet sich von der Bildhauerei ab und dem Spielzeug- und Puppenhandwerk zu.

Interessanter Brief der französischen Bildhauerin im Auftrag des französischen Amtes für künstlerisches Spielzeug und der von diesem organisierten Ausstellung auf den Champs-Élysées.

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Jane Poupelet (1874.1932)

Vervielfältigter Brief, unterzeichnet von Jeanne Poupelet.

Eine Seite, Quartformat. Undatiert

 

Interessanter Brief der französischen Bildhauerin im Auftrag des französischen Amtes für künstlerisches Spielzeug und der von diesem organisierten Ausstellung auf den Champs-Élysées.

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FRANZÖSISCHES KÜNSTLERISCHES SPIELZEUGBÜRO

14 rue de la Grande Chaumière

 

Das am 16. März 1905 unter der Ehrenpräsidentschaft von Frau Van Saanan Algi und Fräulein Enid Yandell gegründete französische Büro für künstlerisches Spielzeug verfolgte folgendes Ziel:

1. Künstlern der Zukunft die Möglichkeit zu geben, ihre materiellen Ressourcen zu erweitern.

2° Spielzeug zu kreieren, das vom französischen Kunstgeschmack geprägt ist und mit ausländischen Importen konkurrieren kann.

3. Durch die Wahl der Themen und die ästhetische und spirituelle Form des Spielzeugs soll ein Beitrag zur Erziehung des Kindes geleistet werden.

 

Das Büro gibt bekannt, dass seine Ausstellung am 25. Mai auf den Champs-Élysées unter der Schirmherrschaft von Miss Valentine Thomson, Direktorin von VIE FÉMININE, eröffnet wird.

Teilnahmebedingungen für die Ausstellung:

1. Aussteller müssen sich so bald wie möglich anmelden, 14 rue de la Grande Chaumière, montags und donnerstags von 14 bis 15 Uhr.

2° Die Spielzeugentwürfe müssen spätestens am Donnerstag, den 22. Mai, nachmittags beim französischen Amt für künstlerisches Spielzeug eingereicht werden.

 

Von Fräulein Poupelet.

 

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Jane Poupelet, eine der führenden Figuren der Bildhauerei des frühen 20. Jahrhunderts, stand in einer Reihe mit anderen Künstlerinnen, insbesondere mit Camille Claudel, der sie in ihrer unnachgiebigen Unabhängigkeit und Charakterstärke ähnelte. Als erste Frau wurde sie an der École des Beaux-Arts et des Arts Décoratifs in Bordeaux zugelassen. Dort lernte sie 1900 den Bildhauer Lucien Schnegg kennen und schloss sich dem „Schnegg-Kreis“ an, dem sie als einzige Frau angehörte. Sie verkehrte in den Kreisen um Bourdelle und Rodin und pflegte Kontakte zu amerikanischen Künstlern sowie zu angelsächsischen feministischen Gruppen.

Während des Ersten Weltkriegs gab Jane Poupelet ihre künstlerische Tätigkeit auf und widmete sich der Herstellung von Puppen und bemalten Holzspielzeugen, deren Verkauf sie zugunsten von Kriegsopfern verkaufte. Ab 1918 entwarf sie Masken für die Verstümmelten, die „gebrochenen Gesichter“ des Krieges, und arbeitete dabei mit Anna Ladd für das Amerikanische Rote Kreuz. Für ihren unermüdlichen Einsatz wurde sie 1928 mit der Ehrenlegion ausgezeichnet.

 

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