André BRETON schreibt einem Kameraden aus der Zeitschrift „Le Surréalisme ASDLR“.

„Ich gelesen und bereite mich darauf vor, ihnen im Surr. ASDLR .“

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André Breton (1896.1966)

Eigenhändiger Brief an einen Kameraden.

Zwei Oktavseiten in grüner Tinte.

Paris. 10. April 1933.

 

André Breton entschuldigt sich bei einem Mitherausgeber der Zeitschrift Le Surréalisme au service de la révolution .

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„Lieber Genosse, Surr. ASDLR. [Surrealismus im Dienste der Revolution] den größtmöglichen Platz einzuräumen

Ich wollte Ihnen schon lange schreiben, aber mir fehlte die Zeit, und außerdem hat mich Ihre völlig berechtigte Bemerkung über ein unglücklich gewähltes Wort, das ich benutzt habe, ziemlich betrübt. Selbstverständlich hat dieses Wort für mich keine abwertende oder einschränkende Bedeutung, und ich dachte, ich könnte es – zugegebenermaßen etwas unpassend – in diesem Fall verwenden, so wie man es beispielsweise in Verbindung mit dem Wort „Epoche“ oder „Gelände“ tut. (Weder Sie noch ich sind besonders angetan vom Quartär.)

Ich bitte um Entschuldigung für meine Eile. Da Sie aber planen, Ostern in Paris zu verbringen, wollte ich Ihnen mitteilen, wie sehr ich mich freuen würde, Sie und Ihre Frau kennenzulernen. Ihr Freund, André Breton.

 

 

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