Sigmund Freud und die Internationale Psychoanalytische Vereinigung.

Autogrammbrief unterschrieben.

Ein feiner Brief von Freud, in dem er sich sehr zurückhaltend über die Abhaltung des 12. Kongresses der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung äußert.

„Ich werde alle Ehrungen ausnahmslos ablehnen.“

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Sigmund Freud (1856.1939)

Autogrammbrief unterschrieben.

Eineinhalb Seiten im Oktavformat, in deutscher Sprache, auf Papier mit seinem Briefkopf.

(Wien) 8. Juli 1931.

„Ich werde alle Ehrungen ausnahmslos ablehnen.“

Ein feiner Brief von Freud, in dem er sich sehr zurückhaltend über die Abhaltung des 12. Kongresses der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung äußert.

 

„Sehr geehrter Herr Doktor, Sie wissen, wie sehr ich diese Kongresse und ihre PR-Aktionen verabscheue. Ungeachtet unserer Teilnahme an diesem Kongress können Sie sicher sein, dass ich niemanden in meinem Haus empfangen und jegliche Huldigung ausnahmslos ablehnen werde. Wenn Sie glauben, mit Hartmanns Hilfe das Schlimmste abwenden zu können und nicht Eitingons Expertise in Anspruch nehmen – obwohl ich Ihnen rate, ihn zu kontaktieren, da dies sein Fachgebiet ist –, dann tun Sie, was Sie für richtig halten, und konsultieren Sie mich nicht mehr. Ich bin überzeugt, dass etwas Unerwünschtes die Folge sein wird. Die Frage ist, ob es überhaupt möglich ist, dies zu verhindern. Am besten wäre es, wenn der Kongress nicht in Wien stattfände. Mit freundlichen Grüßen, Freud.“

Auf Anregung von Sándor Ferenczi befürchtete Freud, dass sich ungeschulte Praktiker als selbsternannte Psychoanalytiker etablieren könnten, und förderte daher 2. die Gründung der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung Jung wurde ihr erster Präsident. Von da an fanden regelmäßig Kongresse in verschiedenen europäischen Städten statt.

Der von Freud hier erwähnte 12. Kongress fand schließlich im September 1932 in Wiesbaden unter dem Vorsitz von Max Eitingon statt.

Max Eitingon (1881–1943) war Psychoanalytiker und Förderer der deutschen psychoanalytischen Bewegung der 1920er Jahre. 1925 wurde er Präsident der IPA und bekleidete dieses Amt bis 1932. Sein Briefwechsel mit Freud ( Briefwechsel 1906–1939) wurde von Hachette veröffentlicht.

Heinz Hartmann (1894–1970) war ein österreichischer Psychoanalytiker und Psychiater. Er gilt als Begründer der Ich-Psychologie und veröffentlichte sein Werk „Die Psychologie des Ichs“. Er war drei Amtszeiten lang Präsident der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (1953, 1955 und 1957) und wurde anschließend zum Ehrenpräsidenten auf Lebenszeit ernannt.

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