Paul Langevin (1872.1946)
Ein Satz von vier signierten Autogrammbriefen.
Insgesamt vier Oktavseiten.
Auf Briefpapier der Fakultät für Physik und Chemie und des Collège de France.
Paris. 18. April 1926 / 23. Juni 1927 / 30. Juni 1932 / 12. Dezember 1937
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An André-Ferdinand Hérold. 18. April 1926.
„Mein lieber Freund, ich würde mich sehr freuen, mit Ihnen sprechen zu können. Wäre Ihnen Donnerstag- oder Freitagabend lieber? Die letzten Tage waren vom unerwarteten Tod meines lieben Landrieu [des Chemikers Philippe Landrieu] , und ich bitte um Entschuldigung, dass ich nicht früher antworten konnte. Mit freundlichen Grüßen, P. Langevin.“
An einen Generalresidenten. 23. Juni 1927. (Restspur eines Stempels).
„Herr Generalresident, ich habe soeben die offizielle Bestätigung der hohen Auszeichnung erhalten, die mir Seine Majestät der Bey von Tunis auf Ihren Vorschlag hin gnädig verliehen hat, und ich möchte Ihnen meine tiefe Dankbarkeit für diese Ehrerbietung aussprechen. Sie erinnert mich an meinen viel zu kurzen Aufenthalt in Tunis und an all die Freundlichkeit, die mir dort zuteilwurde. Ich hoffe, dass es mir die Umstände erlauben werden, diesem wunderschönen Land meine Anteilnahme und Dankbarkeit auszudrücken… P. Langevin.“
An André-Ferdinand Hérold. 30. Juni 1932.
„Mein lieber Hérold, vielen Dank für Ihre Erinnerung an die heutige Wahl, die ich nicht vergessen hatte, da ich Ihnen vollkommen zustimme, dass Kahn die bestmöglichen Wahlbedingungen erhalten muss. Ich bin gerade erst nach einer zu kurzen Pause nach Paris zurückgekehrt und muss morgen nach Brüssel weiterreisen, daher kann ich heute Abend leider nicht bei Ihnen sein – aber ich schicke meinen Stimmzettel an die Rue Jean Dolent. Mit herzlichen Grüßen, P. Langevin“
An einen Rektor. 12. Dezember 1937.
„Mein lieber Rektor, ich war zutiefst gerührt von Ihrem freundlichen Interesse an meinem Wohlergehen, trotz Ihrer vielen Sorgen, indem Sie mir Medikamente besorgten und mir eine Gebrauchsanweisung zukommen ließen. Ich habe die positive Wirkung gespürt und verspüre nun lediglich eine starke allgemeine Erschöpfung, die nur Ruhe lindern kann. Ich würde mich sehr freuen, Sie bald zu besuchen, um Ihnen zu danken und mit Ihnen zu sprechen. Herzliche Grüße, Pater Langevin.“
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