Kategorien: Autogramme – Kunst & Literatur , Eugène Delacroix , Neuheiten
Eugène DELACROIX und seine Freunde, Kunstkritiker.
„Mir kam ein Gedanke, den ich vorher nicht bedacht hatte.“
1.500€
„Mir kam ein Gedanke, den ich vorher nicht bedacht hatte.“
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Eugène DELACROIX (1798.1863)
Eigenhändiger Brief an den Kunstkritiker Jules-Joseph Arnoux.
Zweieinhalb Seiten in-8°.
Champrosay. Sonntagmorgen (Datum unbekannt)
„Mir kam ein Gedanke, den ich vorher nicht bedacht hatte.“
Ein langer Brief von Delacroix, der sich unwohl fühlte und zwischen seinen beiden Freunden, die Kunstkritiker waren, hin- und hergerissen war.
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„Mein lieber Arnoux, bitte verzeih mir die Verzögerung dieses Briefes. Seit unserem letzten Treffen war ich ständig unterwegs. Mir ist ein Gedanke gekommen, den ich anfangs, als wir uns kaum kannten, nicht bedacht hatte, und ich bedauere es umso mehr, da du ihn vielleicht sofort hättest ausräumen können. Ich verdanke [Théophile] Thoré viel für die Art und Weise, wie er mich in den letzten fünfzehn Jahren beim Constitutionnel behandelt hat. Daher ist es unerlässlich, dass du mir versicherst, dass er die Kunstartikel für die Zeitung nicht mehr schreiben wird. Es wäre mir ziemlich widerwärtig, dazu beizutragen, jemanden an seine Stelle zu setzen, solange er nicht von selbst aus der Redaktion ausscheidet. Vielleicht könntest du dich genauer bei einem seiner engen Freunde erkundigen, da er angesichts seiner Umstände wahrscheinlich schwer zu erreichen sein wird.“ Du siehst, dass mich die von mir geschilderte Schwierigkeit mehr bedrückt, als du selbst vielleicht bist. Schreibe es, mein lieber Arnoux, nur einem Gefühl zu, das du an meiner Stelle teilen würdest. Glauben Sie nicht, dass es mich wenig kostet, Sie bei Herrn Véron zu unterstützen. Obwohl ich ihn nicht persönlich kenne, kann ich ihn ohne Weiteres um einen solchen Gefallen bitten. Versuchen Sie daher bitte, sich baldmöglichst mit Herrn Eugène Delacroix in Champrosay, Seine-et-Oise, in Verbindung zu setzen und ihm zu antworten. Ich sende Ihnen meine herzlichsten Grüße und weitere aufrichtige Grüße. Eugène Delacroix.