BASHILELE-Maske – Braunes Holz mit polychromen Pigmenten und Kupfer.

Braunes Holz mit polychromen Naturpigmenten und gehämmertem Kupfer. Frühes 20. Jahrhundert. Ehemalige Sammlung Peter Loebarth.

3.500

KUBA LELE / BASHILELE MASKE, Demokratische Republik Kongo

Prächtige polychrome cephalomorphe LELE- oder BASHILELE-Maske.

Braunes Holz mit natürlichen polychromen Pigmenten und gehämmertem Kupfer.

Frühes 20. Jahrhundert. Früher in der Sammlung Peter Loebarth.

 

Die Maske besticht durch ihren klaren und fein gearbeiteten Stil und weist eine wunderschöne, dunkelbraune Patina auf, die mit natürlichen Pigmenten auf Zinnober- und Kaolinbasis verziert ist, die bewundernswert in punktierten Linien aufgetragen sind.

Diese Maske ist insofern einzigartig, als sie dünne, gehämmert Kupferplatten an Stirn, Nase und Mund aufweist, was zu einer gelungenen Kombination verschiedener Materialien und einem sehr ästhetisch ansprechenden Ergebnis führt.

Die Kupferplatten und die Perforationen/Skarifizierungen zeugen von einer ordnungsgemäßen rituellen Verwendung, und trotz einiger sichtbarer Oberflächenabnutzungen ist es insgesamt in einem guten Erhaltungszustand.

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Der Stamm der Lele, auch bekannt als Bashilele, lebt im westlichen Teil des Kuba-Reiches und bestreitet seinen Lebensunterhalt hauptsächlich durch Jagd und Ackerbau. Die Lele-Bildhauer fertigten Masken an, die bei jährlichen Gründungsfesten getragen wurden. Diese Masken sind fast flach und weisen typischerweise mit mehreren Linien umrandete Augen auf. Die Lele verwenden Prestigeobjekte, die vom Kuba-Stil beeinflusst sind. Der Unterschied besteht darin, dass die Figuren auf den Masken dank einer Stütze über der Stirn sehr lange Zöpfe tragen und regelmäßig angeordnete Löcher aufweisen, an denen der charakteristische Kopfschmuck befestigt wird. Diese kunstvoll gestalteten Masken, oft mit natürlichen Pigmenten verziert, sind selten, ein unverwechselbares Merkmal ihrer Kultur und von großer ästhetischer Schönheit.

Peter Loebarth begann in den 1970er Jahren humanitäre Einsätze in der Demokratischen Republik Kongo und arbeitete anschließend regelmäßig als Dokumentarfilmer vor Ort. Als zentrale Figur in Deutschland, insbesondere im Bereich der Lobi-Kunst, von der er eine der weltweit größten Sammlungen besaß, hegte er eine tiefe Leidenschaft für den afrikanischen Kontinent. Die Maske, die Loebarth in den 1970er Jahren in der Demokratischen Republik Kongo (ehemals Zaire) vor Ort sammelte, wurde später an seinen Freund Dr. Wolfgang Nerlich weitergegeben.

 

Bibliographie: Felix, Marc L., 100 Völker von Zaire und ihre Skulpturen, Brüssel 1987, S. 75, Abb. 10.

Zeitraum: Frühes 20. Jahrhundert

Abmessungen: Höhe: 41 cm – Länge: 29 cm

 

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