Antonin Artaud (1896–1948)
Eigenhändiger Brief an Marcel Pagnol.
Eine Seite im 4. Format auf Briefpapier des Cafés Le Dôme .
Paris. 12. Oktober 1932. Signierter Umschlag.
„Ich schicke Ihnen Miss Annie Besnard, die ich bereits erwähnt habe, weil sie arbeiten muss und sehr hübsch ist…“
In den Anfängen seiner Beziehung mit der jungen Annie Besnard bemühte sich Antonin Artaud sehr, seine junge Geliebte Männern in der Filmbranche zu empfehlen. Er wandte sich dabei an Marcel Pagnol, einen jungen Produzenten und angehenden Filmregisseur.
_________________________________________________________
„Lieber Freund, ich schicke Ihnen Fräulein Annie Besnard, die ich Ihnen bereits erwähnt habe. Sie muss arbeiten, ist sehr hübsch und wird Ihnen bei Bedarf gerne zur Verfügung stehen. Sie würden mir einen großen Gefallen tun, wenn Sie sie kurz besuchen würden. Vielen Dank und beste Grüße. Antonin Artaud.“
_________________________________________________________
Im Frühjahr 1932 hatte Marcel Pagnol gerade seine eigene Produktionsfirma in Boulogne-Billancourt gegründet. Am 2. November desselben Jahres kam die von Marc Allégret inszenierte „Fanny“
Es sei darauf hingewiesen, dass Artaud am selben 12. Oktober einen Brief verfasste, der dem des Produzenten und Regisseurs Laurent Tual (1902–1956) in jeder Hinsicht ähnelte.
Artauds Briefe an Annie Besnard wurden 1977 von Le Nouveau Commerce veröffentlicht.