Philippe SOUPAULT möchte „Magnetische Felder“ illustrieren lassen.

„Ich habe mir Exemplare von ‚Magnetfelder‘ anfertigen lassen […] Es wäre mir eine große Freude, wenn Sie dieses Buch, das mir außerordentlich wichtig ist, illustrieren würden. Ich habe den Eindruck, dass auch André Breton sich sehr wünscht, dass Sie einige Illustrationen anfertigen.“

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Philippe Soupault (1897.1990)

Handsignierter Brief an Jacques Le Maréchal.

Eineinhalb Seiten im Quartformat.

Paris. 9. September 1958.

 

„Was wir brauchen, ist die Fähigkeit, frei zu sein.“

„Les Champs magnétiques“ zu illustrieren

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„Mein lieber Marschall, vielen Dank für Ihren Brief und ich bitte um Entschuldigung für die verspätete Antwort. Ich war in Portugal und hatte nach meiner Rückkehr nach Paris große Zeitnot. Ich habe aber oft an Sie gedacht. Es freut mich sehr, dass Sie sich in Wien wohlfühlen und eine Ausstellung organisiert wird. Ich habe das Plakatmanifest für ‚Der Marschall‘ erhalten. Ich hoffe, Ihre Ausstellung wird den Erfolg haben, den sie verdient.“.

Ich habe Exemplare von *Magnetfelder* anfertigen lassen und schicke Ihnen eines. Möchten Sie es lesen? Ich hoffe sehr, dass Sie Kupferstiche für *Magnetfelder* anfertigen könnten. Bitte überlegen Sie es sich. Es wäre mir eine große Freude, wenn Sie dieses Buch illustrieren würden, das mir außerordentlich am Herzen liegt. Ich habe den Eindruck, dass auch André Breton sich sehr über Illustrationen von Ihnen freut. Er mag etwas skeptisch sein und die Verhandlungen mit Verlagen als mühsam empfinden. Aber ich bin sicher, dass er sehr zufrieden sein wird, wenn das Buch zur Veröffentlichung bereit ist.

Mein lieber Marschall, ich bitte um Verzeihung, da ich weiß, wie schwierig und anstrengend diese Bitte ist . Doch Sie sind durchaus in der Lage, Schwierigkeiten zu überwinden, wenn Sie es nur wollen. Schreiben Sie mir. Wie gefällt es Ihnen in Wien? Gefällt es Ihnen? War Ihre Ausstellung ein Erfolg?

Lieber Marshal, ich habe Sie nicht vergessen. Ich träume oft von Ihren Gemälden und Zeichnungen . Und ich stimme Ihnen zu. Ich arbeite momentan sehr viel. Das ist notwendig, aber manchmal möchte ich an etwas anderes denken als an meine Arbeit. Wichtig ist mir die Freiheit . Ich freue mich darauf, von Ihnen zu hören. Herzliche Grüße, Philippe Soupault.

 

 

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